FORSCHUNGSFRAGE
Mittwoch, 18. April 2007
Ziele der Krisenintervention
Nicht der Einsatz von Verlorenem oder die Verleugnung der schmerzlichen Realität, sondern die Stütze und das Mitgefühl (Empathie) sowie die Ermutigung, Gefühle von Trauer, Schmerz, Feindseligkeit und Aggression zu zeigen, ist die Funktion des Helfers. Dieses Ziel muss kurzfristig realisierbar sein, eine tief greifende Persönlichkeitsänderung zu diesem Zeitpunkt anzustreben, wäre nicht sinnvoll. Die Mehrzahl der Kriseninterventionen geht außerhalb des professionellen Systems zum Beispiel im Verband der Familie, der Schule, des Betriebes, der Gemeinde etc. durchaus effizient vor sich.
Gerade in der Schockphase, in der es darauf ankommt, den Betroffenen nicht allein zu lassen, ist meistens die unmittelbare Umgebung wirkungsvoller und auch leichter in der Lage, präsent zu sein und die Rolle der „stellvertretenden Hoffnung“ zu übernehmen, während der professionelle Helfer, sei es durch Über- oder durch mangelnde Identifikation, die eigentlichen Bedürfnisse des Patienten und seine Fähigkeit, die Krise durchzustehen, häufig falsch einschätzt.
Quelle: Sonnek, Gernot. Krisenintervention und Suizidverhütung. Wien: Facultas, 2000
Definitonen
Die Krisenintervention, wohl unterschieden von Maßnahmen der Akutpsychiatrie, die bei akuten Psychosen, akuten Bewusstseinsstörungen, Intoxikationen und dergleichen zu setzen sind, umfasst Aktionen zur Linderung krisenbedingter Leidenszustände und zur Verhütung ihrer sozialen, psychologischen und medizinischen Folgen, insbesondere zur Reduzierung krisengebundener Krankheitsrisiken. Stehen als Krisenanlässe (belastende Ereignisse; DOHRENWEND & DOHRENWEND, 1974) psychologische Faktoren im Vordergrund, spricht man von psychosozialen (gelegentlich auch psychiatrischen) Krisen; finden sich vorwiegend soziale Auslöser, so handelt es sich um sozialpsychologische Krisen. Von praktischem Wert ist die Einteilung von CULLBERG (1978) in
traumatische Krisen, die durch Krankheit, plötzliche Invalidität, Tod eines Nahestehenden, Trennung, Kündigung und dergleichen bedingt sind,
und in Lebensänderungskrisen, zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Verlassen des Elternhauses, mit Heirat, Geburt, Umzug und ähnlichem. Lebensänderungskrisen gehören gleichsam zum „normalen“ Lebensablauf, und eine Vorbereitung darauf ist relativ gut möglich, während traumatische Krisen meist überraschend kommen, so dass erstere für den Betroffenen leichter verarbeitbar sind.
Der Krisenbegriff steht nicht auf der Basis der traditionellen psychiatrischen Diagnostik und stellt auch keine eigene „Krankheitseinheit“ dar, er beruht vielmehr auf der Akuität des Zustandsbildes, wenn therapeutisches Handeln im weitesten Sinne unverzüglich einsetzen muss, um irreversibel Schäden, zum Beispiel Chronifizierungen (festgefahrene Reaktionsphasen nach CULLBERG) oder Suizide, zu verhindern. Daher ist es schwierig, eine diagnostische Indikationsliste zu erstellen: Wenn man ursprünglich unter Krisen nur „psychogene“ Störungen verstand, so zeigt sich in letzter Zeit eine sehr deutliche und durchaus praktikabel Tendenz, Krise als akuten Zustand im Verlauf verschiedener Störungen und auch Erkrankungen zu bestimmen. Damit wird die Intervention auf dem Kontinuum von der psychosozialen Krise zum akutpsychiatrischen Notfall hin verschoben. Es ist eine primär organisatorische Frage, ob diese Ausweitung des an sich schon wenig präzisen Krisenbegriffes von einer Kriseninterventionsstelle geleistet werden kann.
Krisen treten in jedem Lebensalter auf, besonders häufig jedoch bei Jugendlichen (Pubertätskrise) sowie bei älteren Menschen, bei denen als Folge starker innerer und äußerer Isolierung und Mehrfachbelastungen chronische Krisen beobachtet werden können. Ob die so genannte „Midlife-Crisis“ aufgrund er Häufigkeit des Auftretens oder der Schwere des Zustandes auch in unseren Breiten berechtigterweise gesondert hervorgehoben werden muss, lässt sich derzeit noch nicht sicher sagen.
Quelle: Sonnek, Gernot. Krisenintervention und Suizidverhütung. Wien: Facultas, 2000
Protokoll
Protokoll Impuls Consult vom 17.04.07
Anwesend: Alle 4 Teammitglieder
Protokollführerin: Barbara Uhl
Am Mittwoch, 18. April 2007, ist eine Teamsitzung im KIZ angelegt, wo unser Projekt besprochen wird.
Geschäftsführer im KIZ: Markus Frankhauser
Sollte KIZ nicht zusagen, dann Chillout.
Eingrenzung unseres Projekts:
· Konzentration auf Schutzzone
· Qualitätsdefinition der Mitarbeiter
· Prozesse von Aufnahme bis Entlassung der Jugendlichen à Anhand von diesen Prozessen einen Fragebogen erstellen
· Innerhalb von Prozesse, bestimmte Bereiche herausarbeiten und dafür Kriterien und deren Evaluierung
To do:
· Einlesen in Internationale Jugendarbeit/ Qualitätskriterien à KIZ arbeitet mit diesen
Nächster Termin für Gruppentreffen:
Donnerstag,19. April 1007 12:45 à Besprechung um konkrete Konzeptvorlagen beim Termin mit KIZ
Terminvorschläge für KIZ: Montag, 23. April.2007 Nachmittag
Mittwoch, 25.April. 2007 Vormittag
Freitag, 27.April.2007 Ganzer Tag oder
Alle tage, außer Donnerstag, ab 17:00
KIZ- Termin
Bitte um baldige Rückmeldung.
Liebe Grüße und ein feines Tagal noch
barbara
hallo!
Dienstag, 17. April 2007
Nächster Termin
Letzte Abklärung des Projektumfangs, den wir unserer Partnerorganisation vorstellen.
An Carina, vielleicht kannst du die Termine, die wir heute ausgemacht haben noch in den Kalender einfügen.
lg. Katharina
Montag, 16. April 2007
Treffen
Also teffen wir uns morgen, 17.April, in der Mittagspause vorm MCI1 oder?
Bis morgen und schönen Abend noch!
Lg
Sonntag, 15. April 2007
Foto!!!
Beim nächsten Treffen wird ein Gruppenfoto gemacht! Ich nehm die Kamera mit. Falls noch wer daran denkt wärs supa! (Falls ich sie vergesse)